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Kunstprojekt „Atelier Heimat“ im Gutshaus der Zukunft

August 22 @ 8:00 am - Dezember 31 @ 5:00 pm

Projektbeschreibung:

„Atelier Heimat“ erforscht Wege, die Vergangenheit eines geschichtsträchtigen Gebäudes künstlerisch und unter Beteiligung von lokalen Menschen – interessierte Einwohner*innen ebenso wie lokale Künstler*innen – sensibel aufzuarbeiten. Der Leerstand von Gutshäusern, Schlössern, Fabriken und ähnlichen „besonderen“ Gebäuden erscheint uns symbolisch für ein häufig auftretendes Phänomen der neuen Bundesländer – ehemals identitätsstiftende Gebäude stehen leer, werden an externe Investoren verkauft oder geraten in marode Zustände. 

Bei unserer Recherchephase für einen passenden Ort für unser von der Akademie der Künste geförderten Kunstprojekt sind wir auf die Internetseite des Gutshauses der Zukunft gestoßen und waren vom nachhaltigen Nutzungskonzept sehr angetan. Nach einer Besichtigung vor Ort waren wir von der positiven Atmosphäre des Ortes fasziniert und gleich motiviert, uns daran zu beteiligen, im besten Fall das Gebäude als Kulturort und Anziehungspunkt sozialer Interaktion des Ortes etablieren zu helfen.

In unserem Vorhaben möchten wir gemeinsam mit Anwohner*innen von Altfriedland das Gutshaus-Gebäude in ein gastfreundliches „Atelier Heimat“ umgestalten. Wir fangen damit an, die Anwohner und ehemaligen Nutzer*innen des Gutshauses nach ihren Erinnerungen zu befragen, sammeln Geschichten, persönliche Eindrucke, evtl. alte Abbildungen von den Räumen und weitere Erinneringsgegenstände, die uns die Vergangenheit des Gebäudes erzählen können. Wir protokollieren gesammelte Eindrücke in Formaten wie z.B. Text, Zeichnung, Malerei, als kleine dreidimensionale Skulpturen, etc. Wir arbeiten prozessorientiert und ergebnisoffen und lassen uns von den „Funden“ inspirieren.

In weiteren Schritten könnten wir unsere Recherche auf den ganzen Ort Altfriedland und die Umgebung ausweiten, um uns der Geschichte des Ortes zu nähern. Konkret möchten wir im Landkreis unser Projekt inserieren und einen Spenden-Aufruf starten, mittels dem wir kleinere geschichtsträchtige Fundstücke (Interieur-Teile, Abbildungen, Kleidungstücke etc.) sammeln. Wir möchten die Besitzer beim Abholen der Teilen interviewen und so ins Gespräch über die Geschichte des Ortes sowie der einzelnen Menschen, Familien, Generationen kommen. Jede*r ist willkommen, eine Anekdote oder einen Dachbodenfund zu spenden und wird zur Teilnahme an den offenen Kunst-Workshops im Gutshaus-Räumen eingeladen.

Während wir im Gutshaus eine Art offenes Atelier „einrichten“ und selbst vor Ort von August bis Dezember (voraussichtlich eine Woche monatlich) arbeiten, laden wir dabei auch Einwohner*innen dazu ein, unsere Workshops zu besuchen und mit uns die gesammelte Artefakte künstlerisch aufzuarbeiten. Unterschiedliche Formate wie z.B. Schnellzeichnen, Druckverfahren, Textilkunst, bühnenbildnerische Einsätze im Umgang mit dem Raum, „Inszenierung“ von Objekten im Raum, etc. werden dabei vermittelt, um so die Räume nach und nach mit den entstandenen Werken – Ergebnisse unserer Recherche und Zusammenarbeit mit den Einwohner*innen – zu füllen. Wir möchten gemeinsam mit den Anwohner*innen einen Ort erschaffen und neu aufleben lassen, der mit ihnen und ihrer Geschichte eng verknüpft ist und ein positives Gefühl von „Heimat“ stiftet. 

Unsere Hoffnung ist, dass die Türen auch danach offen bleiben und Einlass gewähren zu einem nachhaltig bestehenden Ort der Kunst, Begegnung und Gastfreundschaft. 

Ein Projekt von den Künstlerinnen Karina Liutaia und Susan Buckow, gefördert von der Akademie der Künste Berlin

Projektdauer: August bis Dezember 2022

Projektort: Gutshaus der Zukunft Altfriedland

Weitere Informationen gibt es hier.

Details

Beginn:
August 22 @ 8:00 am
Ende:
Dezember 31 @ 5:00 pm