Denkmalgerechte Sanierung

Projektart: Sicherung und Sanierung des denkmalgeschützen Gutshauses

Projektpartner:  IBS Hoppegarten, Landesamt für Denkmalpflege

Projektort: Gutshaus der Zukunft Altfriedland

Projektdauer:  Hüllensanierung 1. Bauabschnitt ab 2023 geplant, Hüllensanierung 2. Bauabschnitt ab 2024 geplant, Innensanierung ab 2025 geplant

Projektbeschreibung:

Die Sanierung des Gutshauses erfolgt in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde, dem Landesamt für Denkmalpflege und der Bausicherungsbehörde und wird in mehreren Bauabschnitten durchgeführt werden. Vorrangiges Ziel ist die denkmalgerechte Sanierung des Hauses. Die bestehende Bausubstanz soll wo immer möglich erhalten werden.

Gutshaus der Zukunft – Notsicherung am Dach – November 2021

Unmittelbar nach dem Eigentumsübergang starteten wir im Oktober 2021 zunächst mit der Sicherung des Hauses, um dem weiteren Verfall des Gebäudes entgegenzuwirken und die weitere Ausbreitung von Hausschwamm etc. zu stoppen. Das eingestürzte Dach des Röbelschen Hauses wurde zur Gefahrenabwehr bereits abgetragen. Offene Stellen am Dach des Gutshauses sowie beschädigte Fenster und Türen wurden geschlossen, das Dachrinnensystem wurede überarbeitet und schadhafte Schornsteine zurück gebaut.

Dokumentation Gutshaus 2012 – Dachstuhl

Im ersten Halbjahr 2022 haben die Architekten ein detailliertes Hüllensanierungskonzept mit Kostenschätzung erarbeitet. Dieses ist Grundlage für unsere Fördermittelanträge beim Bund und beim Land Brandenburg, aber auch bei privatrechtlichen Stiftungen und privaten Zuwendungsgebern/Spendern.

Es ist beabsichtigt, die Außenhülle des Gutshauses in 2 Bauabschnitten zu sanieren. Im 1. Bauabschnitt soll der Kopfbau aus der Gründerzeit ab 2023 saniert werden. Der 2. Bauabschnitt soll dann voraussichtlich 2024 beginnen. Dann soll der Mittelbau aus der Barockzeit saniert werden.

Folgende baulichen Maßnahmen sind im 1. Bauabschnitt vorgesehen:

  • Sanierung der geschädigten Holzbauteile der Dach- und Geschossdeckenkonstruktionen gemäß den historischen Holzquerschnitten und Verbindungen
  • Wiederherstellung der geschädigten Deckenfüllungen mit Lehmschüttung
  • Erneuerung der stark geschädigten Dacheindeckung gemäß dem historischen Vorbild mit
    Schieferplatten in Rechteck-Doppeldeckung einschließlich aller Unterdeck- und Anschlussarbeiten in knappkantiger Zinkblechausführung und aufgelegten Regenrinnen
  • Sanierung des geschädigten Außenmauerwerks gemäß dem historischen Vorbild;
  • Wiederherstellung des Fassadenputzes gemäß dem historischen Vorbild einschließlich der
    Fassadengestaltungselemente wie Gurt- und Traufgesimse, Lisenen und Fenstergewände
  • Aufarbeitung der Kastendoppelfenster, Ergänzung stark geschädigter Einzelbauteile bzw.
    Neuherstellung verlorener oder nicht aufzuarbeitender Fensterelemente gem. dem hist. Vorbild
  • Rückbau der einsturzgefährdeten Außenwände und Geschossdecken des Roebel-Hauses und Sicherung des Kellergeschosses.

 

 

Der 1. Bauabschnitt wird nach aktueller Kostenberechnung vom Juni 2022 rund 770 TEUR kosten. Wir beabsichtigen mind. 20% der Bausumme, d.h. 154 TEUR, in Form von Eigenmitteln zur Verfügung zu stellen.

Wenn Sie uns bei der Realisierung dieser Maßnahmen unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende, Gerne können Sie auch Mitglied unseres Freundeskreises werden, wenn Sie dauerhaft einen (kleinen) Beitrag leisten möchten. Bei Fragen oder für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung.

Wir freuen uns, dass wir mit dem Architekturbüro IBS Hoppegarten einen im Bereich der Denkmalsanierung erfahrenen Partner an unserer Seite haben.

Weitere Informationen:
Konzept zur Hüllensanierung